[>>]

Mein Burnout

Dienstag, 3. Februar 2009

Burnout ist mehr als nur Stress (Teil III)

Ich mußte endlich akzeptieren, daß arbeiten gar nicht mehr ging und blieb zu Hause und ging dann zum Arzt. Dieser schrieb mich krank und sagte mir nur "Sie müssen sich erholen". Heute würde ich sagen, er hätte mir eine psychotherapeutische Begleitung empfehlen müssen. Nun ich habe Glück gehabt, daß ich es allein geschafft habe.
Ich blieb zu Hause und versuchte mich zu erholen. Aber es war schwer. In meinem Kopf ging nur eine Frage rum: "wie konnte das nur passieren?". Eine Frage, die ich noch nicht beantworten konnte.
Mein Körper war sehr angespannt. Ich konnte nur schwer gehen, wie eine alte Oma. Langsam und unsicher, Ich hatte das gefühl, ich konnte mich kaum tragen. Ich ging langsam zur Apotheke einen pflanzlichen Mittel holen und wollte etwas bezahlen und merkte, daß ich kaum Geld aus meinem Portmonnais rauholen konnte. Meine Hände waren sehr verkrampft. Irgendetwas lief dort nicht so, wie ich es wollte, ich weiß heute nicht mehr was es war. Ich weiß nur, daß ich in der Apotheke anfing, rumzumekern und zwar ziemlich heftig, was mir gar nicht ähnlich ist. Ich ging nach Hause, so gut es ging. Völlig fertig.

Nach 2 Wochen hatte sich immer noch nichts verändert. Ich lief immer noch wie eine gebrechliche Oma. Ich entschied mich zu meinem Shiatsu Lehrer zu gehen, da ich gerade seit ein Paar Monaten dort die Ausbildung angefangen hatte.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Burnout ist mehr als nur Stress (Teil II)

Am nächsten Tag, nach einer langen Nacht, machte ich mich wieder auf zur Arbeit. Ich dachte, die Nacht würde wohl mir ausreichen, um wieder zur Kraft zu kommen. Es ging eine Weile gut. Aber nachdem ich aus meinem Auto ausgestiegen war und die letzten 100 Meter zu Fuß ging, merkte ich wie meine Knie immer schwächer wurden. Mein Körper wollte nicht dorthin. Aber ich wollte selber nicht aufgeben. Ich hatte noch so viel zu tun und zu klären. Ich konnte nicht aufgeben. Ich ging weiter und kam immer langsamer an. Ich öffnete die Tür des Büroraumes. Eine liebe Kollegin schaute mich an und erschreckte sich. "hey, wie siehst Du denn aus?" sagte sie fast schreiend. Dies gab mir das letzte. Sofort fing ich an zu weinen, ich ging gerade noch zu ihr, fiel auf die Knien wie ien Häufchen Elend. und wieder fühlte ich mich genauso wie gestern und ich konnte nicht mehr stehen. Mein Oberkörper zuckte merkwürdig. Das einzige was ich konnte, war weinen... Die Kollegen halfen mir aufzustehen. Links und Rechts stützten sie mich und brachten mich wieder zur Schwester. Sie schimpfte gleich mit mir, weil ich nicht zu Hause geblieben war. und wieder lag ich auf dieser Liege - allein- und weinte. Ich hatte Ängste. Was passiert eigentlich mit mir? Bin ich verrückt geworden? Damals hatte ich nix mit Psychologie am Hut. ich hatte keine Ahnung was mit mir geschah. Ich wußte nur, daß ich mich so gar nicht kannte und daß ich mich sehr fremd vorkam. Es war, als hätte jemanden eine verschüttete Wasserquelle in mir geöffnet wofür es kein Schließen gab. Ich weinte und weinte und wußte nicht warum. Mein Körper weinte. Meine Seele konnte ich nichtl spüren außer Ihre Angst vor meinem Zustand.

Irgendwann mal schaute die Schwester wieder bei mir vorbei und fragte mich ob ich nach Hause gehen wollte. Auch sie hat mir nicht erklären könnte, was mit mir war, was mir Angst machte. Selber fahren, hätte ich nich gekonnt. Ich konnte immer noch nicht stehen. Wir riefen ein Taxi und sie half mir zu Taxi. Als ich nach Hause ankam, bin ich wie eine uralte und zerbrechliche Oma "gekrochen" und konnte mich an der Treppengelände mit den Armen, die noch etwas Kraft hatten, hoch ziehen. Es war gott sei dank nur eine halbe Treppe. Ich ging ins Bett und schlief. Es war mir jetzt endlich klar: Morgen muß ich wohl zum Arzt, mich krank schreiben lassen. und mit dieser Erkenntis schlief ich ein, endlich.

Die Wochen davor, war mein Körper so aufgedreht, daß ich kaum einschlafen konnte außer erst um 3 Uhr und um 7 bin ich aufgestanden. Mein Körper wurde von Woche zu Woche geschwächt, obwohl einen Teil von mir immer noch aufgedreht war und keine Ruhe fand und brauchte.
Es war als ob ich in Zwei geteilt war. Die Beinen spürten die Müdigkeit. Der Oberkörper spürte nichst außer Hektik und Antrieb. Ein Merkwürdiges Gefühl.

Montag, 12. Januar 2009

Burnout ist mehr als nur Stress (Teil I)

Augebrannt fühlt man sich nicht, weil man sehr gestreßt ist. Nein es reicht nicht. Es ist viel mehr als das...
Als ich selber in 1999 zusammenbrach ging es mir so:
- ich war emotional total am Ende
- ich war extrem frustriert und enttäuscht
- ich war körperlich dermassen am Ende, daß ich mich kaum konzentrieren konnte...

Ich hatte noch keine Selbstmordgedanke aber ich wußte einfach nicht mehr weiter. ich steckte fest in meinem Hamsterrad und wußte nicht, wie ich aussteigen konnte.

Ich saß vor meinem PC. Mein Chef rief mich an. Wieder hatte er seine Aufgabe als Fürhrungskraft nicht richtig wahrgenommen und meine neue Stelle in der neuen Organisation nicht definiert. Ich hatte den Eindruck, ich werde hier nicht ernst genommen und fühlte mich ausgebeutet. Dieses Gefühl wurde dann noch mit der Aussage "Wenn Sie schon mehr als 10 Stunden arbeiten, dann sorgen Sie bitte, daß es auf Ihrer Gleitzeitkarte nicht ersehentlich wird, sonst bekomme ich Ärger".

Dieser Satz löst etwas in mir: 10 Minuten später, liefen mir die Tränen, während ich noch vor meinem PC arbeitete. Nach 30 Minuten liefen die Tränen immer noch. Es nahm keine Ende. Ich konnte nicht mehr und entschied mich, zur Schwester zu gehen, in der Hoffnung, das Weinen würde sich dann beruhigen...
So blieb ich dort auf einem Liege. Aber das Weinen hörte nicht auf. Im Gegenteil es wurde immer schlimmer. Zuckungen schüttelten meinen Oberkörper durch. Alles war furchtbar verkrampft. Meine Hände besonders. Ich hatte keine Kraft mehr. Ich fühlte tiefe Verzweifelung, Angst, ich fühlte mich in Stich gelassen...

Irgenwann mal konnte ich aufstehen. Ich ging mit halbgestreckten Beine mit Mühe zum Auto nach Hause. Dort steckte ich mich gleich ins Bett und schlief. Drei Stunden danach stand ich auf. Ich versuchte, mir eine Kleinigkeit zum Essen zu machen. Aber schon das war mir zu viel und brachte wieder in Tränen. Die Batterien waren einfach aus. Rien ne va plus. so fühlte sich das an.

Heute wenn ich darüber nachdenke, bin ich zwar traurig. Aber damals wußte ich es nicht besser. Von burnout hatte ich noch nie gehört. Ich hatte bis jetzt immer funktionniert und strebte nach Perfektionismus.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Empfehlenswerte Litteratur zum Burnout:

Erfolgreich ohne auszubrennen

Aktuelle Beiträge

Hallo, hat das Seminar...
Hallo, hat das Seminar denn statt gefunden? Wie war...
Betroffene (Gast) - 21. Jul, 18:39
Anti Burnout Seminar...
Nun ist es soweit. Ich habe mein Seminar konzipiert...
burnoutcoach - 5. Mrz, 11:22
Der innere Antreiber
Zu den Auslösern von Burnout gehören drei...
burnoutcoach - 4. Mrz, 23:06
Wo endet Loyalität...
Immer wieder höre ich in meiner Praxis, wie Frauen...
burnoutcoach - 25. Feb, 00:14
Die 3 Merkmale vom Burnout...
Wenn Sie Burnout haben, befinden sich im folgendem...
burnoutcoach - 11. Feb, 23:56

Suche

 

Status

Online seit 323 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 21. Jul, 18:39

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this topic

twoday.net AGB

Anzahl Besucher: